Meine Pilgerwege


Auch der längste Weg auf dieser Erde beginnt mit dem ersten Schritt.“ (Chinesisches Sprichwort)

Im Jahre 2003 entschloss ich mich aus „Gwunder“ einmal auf den Jakobsweg zu gehen. Völlig unbelastet, aber mit einem viel zu schweren Rucksack lief ich von Wattwil los. Schon am zweiten Tag bei Pfäffikon gab ich meinen Rucksack beim Bahnhof auf und holte diesen in Einsiedeln wieder ab. Dank unserer SBB konnte ich so an diesem Tag meinen Rücken schonen. Dies waren meine ersten „Wander-Pilger-Erfahrungen".

Immer wieder zog es mich auf den Weg, Etappe um Etappe lief ich durch die Schweiz, durch Frankreich und durch Spanien. Am 12. Oktober 2012 kam ich in Santiago de Compostela an. Zu Beginn hätte ich mir niemals vorstellen können, jemals diese etwa 2400 Kilometer zu Fuss zu schaffen.

Folgende Jakobswege bin ich seither gegangen:

  • Wattwil – Sachseln
  • In verschiedenen Etappen von Sachseln bis Genf
  • Genf – La Côte St. André
  • La Côte St. André – Le Puy
  • Le Puy – Conques
  • Conques – Condom
  • Condom – Pamplona
  • Pamplona – Santiago de Compostela
  • Schwabenweg von Konstanz aus
  • Santiago – Porto
  • Basel - Biel/Bienne

Wie Peter Müller in seinem Buch „Meine Sehnsucht bekommt Füsse“ sagt, ist auch für mich das Pilgern „ein Unterwegssein auf äusseren und inneren Wegen“.

Der Weg birgt eine riesige Vielfalt an Schätzen, er zeigt mir immer wieder Unerwartetes, Begegnungen bereichern mich, er lässt mich in Bewegung bleiben. Trotz allen Herausforderungen fühle ich mich immer wieder erholt und zufrieden nach einer Etappe. Der Weg hilft mir, meine innere Kraftquelle zu finden und aufzutanken.


Pilgersegen von Andreas Bruderer:

  sei gesegnet

  sei gesegnet

  im gehen

  und im inne halten

  möge dein geist sich öffnen

  für das

  was hinter dem sichtbaren wirkt

  möge der weg dich herausfordern

  das neue zu finden

  das in dir wohnung nehmen will

  mögest du im kleinen

  das grosse entdecken

  das dich begleitet

  von anfang zu anfang